Die BG Kamp-Lintfort 1954 e.V. begeht in diesem Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum!

Grund genug, in den kommenden Wochen einen Rückblick auf die bewegte und bewegende Geschichte unseres Vereins zu werfen. In insgesamt sechs Teilen wird die Chronik der BGL näher betrachtet, um abschließend den ersten mutigen Schritt in ein neues Jahrzehnt zu setzen.

Im ersten Teil beschäftigen wir uns mit den Anfängen des Basketballsports in Kamp-Lintfort, der beginnenden Begeisterung für das runde Leder innerhalb der Stadt und werden auch die ersten sportlichen Schritte der ersten Stunde beleuchten.

Viel Spaß!

 

Ein Rückblick auf 60 Jahre BG Kamp-Lintfort 1954 e.V.

Aus Tradition. Aus Lintfort.

Teil 1

 

1954 bis 1964: Basketballanfänge in Lintfort und die BG Friedrich Heinrich

Das Jahr 1954. Wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatte sich das Alltagsleben in Deutschland und auch am Niederrhein wieder weitestgehend normalisiert, Freizeitaktivitäten und sportliche Betätigung rückten für die Bevölkerung wieder verstärkt in den Mittelpunkt. Und auch spätestens der Basketballsport erfreute sich eines immer stärker werdenden Zuspruchs, bereits 1949 gründete der Homberger TV die damals erste Basketballabteilung eines Sportvereins in der Region.

Die ersten basketballerischen Schritte in Kamp-Lintfort unternahmen unterdessen drei unterschiedliche Sportgemeinschaften. In ungewohnter Umgebung waren es nicht nur der TuS Lintfort sowie der Ski-Klub Lintfort, bei denen man der Jagd nach dem orangenen Leder nachgehen konnte. Die erste Initiative, den Basketballsport in Kamp-Lintfort zu etablieren, ging jedoch von zwei Angestellten des hiesigen Bergwerkes Friedrich Heinrich aus. Um dem Wunsch des wirtschaftlichen Großbetriebs nach körperlicher Ertüchtigung des Nachwuchses nachzukommen, gründeten der damalige Ausbildungsleiter Karl Heuermann und Diplom-Sportlehrer Herbert Rübner die BG Friedrich Heinrich. Und aus eben dieser Betriebsmannschaft sollte später die BG Kamp-Lintfort 1954 e.V. hervorgehen.

Sportliche Erfolge wollten sich logischerweise zunächst nicht einstellen. Die Spieler der ersten Stunde - darunter übrigens auch ein gewisser Heinz Mayer - belegten in der ersten Saison, in der man am geregelten Spielbetrieb teilnahm, den sechsten und damit letzten Platz in der Kreisliga. Derweil nahm die weitere organisatorische Entwicklung jedoch immer klarere Züge an. Die Mitglieder der Betriebssportgemeinschaft gaben sich eine Satzung und schlossen sich unter Aufsicht der Ausbildungsabteilung des Bergwerkes dem Westdeutschen Basketball Verband an.

Schon bald sollte die BG jedoch schon wieder der einzige Basketballverein in der Stadt sein, denn bereits 1961 löste sich die Abteilung des Ski-Klubs, 1965 die des TuS Lintfort wieder auf.

Währenddessen nahm die sportliche Entwicklung der BG Friedrich Heinrich immer mehr an Fahrt auf. Bereits vier Jahre nach der Gründung konnten die ersten Meistertitel in die Zechenstadt geholt werden. Der männlichen B-Jugend gelang der Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft gegen die damaligen Basketballhochburgen Düsseldorf und Essen. Und auch die erste Herrenmannschaft konnte überregional auf sich aufmerksam machen. In der Saison 1957/1958 setzte man sich gegen alle Konkurrenten durch und stieg als Niederrhein-Meister in die Ruhrbezirksliga auf, welche man im folgenden Jahr ebenfalls aufmischte und den direkten Durchmarsch in die Landesliga perfekt machte.

Diese sportlichen Erfolge bewegten immer mehr Auszubildende des Bergwerks dazu, sich der Betriebssportgemeinschaft anzuschließen. Entsprechend eng wurde es in den kleinen Sportstätten. Auch die marode Sporthalle der Ebert-Schule bot schon bald nicht mehr ausreichend Platz und Entfaltungsmöglichkeiten für alle Lintforter Basketballer. Diese musste aufgrund massiver Bergschäden im Jahr 1960 schließlich abgerissen werden, weshalb die BG ihren Spielbetrieb vorübergehend in einer Sporthalle nach Moers durchführen musste.

Erst ab 1962 standen die neugebauten Turnhallen der Diesterweg- und Marienschulen zur Verfügung. Die Begeisterung für den Basketball in Kamp-Lintfort erfuhr durch diese vorübergehende Vakanz jedoch keinen Rückschritt. Im Gegenteil - zehn Jahre nach ihrer Gründung blickte die BG Friedrich Heinrich rosigen Zeiten entgegen…

 

 

 

Kommende Woche in Teil 2: 1964 bis 1974 -  Von der Betriebssportgemeinschaft zur BG Kamp-Lintfort

Bildquelle: Chronik "50 Jahre Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort. 1954-2004."