Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort 1954 e.V.
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Lintforter müssen sich in Opladen klar geschlagen geben und verpassen Klassenerhalt

Die BG Lintfort hat die Wende nicht mehr geschafft. Ein Jahr nach dem Aufstieg in die zweite Regionalliga verlor das Team von Coach Tobias Liebke am Samstagabend mit 85:65(33:33) beim direkten Konkurrenten TuS Opladen und hat damit den wahrscheinlich rettenden Sprung auf den zehnten Tabellenplatz verpasst.

Nach einer Saison mit vielen knappen und unverdienten Niederlagen hatten die Basketballer aus der Klosterstadt am Samstag die Chance, mit einem Erfolg in Leverkusen doch noch den Klassenerhalt zu bewerkstelligen.

Doch die Gastgeber aus der Chemiestadt erwiesen sich zu stark für die personell dezimierte BGL. Während die Klosterstädter im Hinspiel noch einen Blowout-Sieg feierten, konnte die TuS-Trainerin Nadine Homann am letzten Spieltag wieder auf ihre beiden Top-Spieler Marcus McLaurin und Patrick Höhfeld zurückgreifen. Ersteren hatten die Klosterstädter am Samstag zwar über die gesamte Partie im Griff, dafür blühten die Opladener in anderen Mannschaftsteilen auf. Der Sieg und damit verbundene Klassenerhalt ging schlussendlich in Ordnung.

Tobias Liebke war beim entscheidenden Spiel zur Improvisation gezwungen. Da Till Achtermeier am selben Tag seine Hochzeit feierte, fehlte er ebenso wie sein Bruder Thomas und Trauzeuge Michael Schmak. Die BGL fuhr dennoch optimistisch in die Chemiestadt, vor allem da sich Joel Aminu standesgemäß von seinen Mitspielern verabschieden wollte. So entwickelte sich von Beginn an eine zunächst ausgeglichene Partie, in welcher keine der beiden Mannschaften sich absetzen konnte. Den Protagonisten auf beiden Seiten war anzumerken, um was es in dieser Partie ging. Dementsprechend verkrampft gestaltete sich die erste Halbzeit, die BGL hatte in Aminu ihren auffälligsten Akteur. Zudem stach in der Defensive Maximilian Lipp hervor, der den US-Spieler der Gastgeber auf Schritt und Tritt verfolgte und ihn über die gesamte Partie letztendlich neutralisieren konnte. „Was Maxi in diesem Spiel an Verteidigungsarbeit gezeigt hat, war der reine Wahnsinn“, hatte Liebke hinterher noch ein Sonderlob parat.

Dennoch ließen sich die Gastgeber auch davon nicht aus der Ruhe bringen und konnten sich in der zweiten Halbzeit langsam, aber sicher immer weiter absetzen. Der BGL merkte man das fehlende Personal nun zu deutlich an, der verbliebene Kader schaffte es nicht mehr, sich den Opladenern nun entscheidend in den Weg zu stellen. So war schon einige Minuten vor dem Ende klar, dass es in dieser Saison nicht mehr zu Klassenerhalt reichen würde. Die Enttäuschung war dem Team und den Betreuern am Ende deutlich anzusehen, wich aber auch relativ schnell dem Stolz über eine im Grunde solide Saison. „Natürlich ist es bitter und schade, dass wir es trotzt mehrerer Chancen in den vergangenen Wochen am Ende nicht gepackt haben. Trotzdem brauchen wir uns aber keine Vorwürfe machen - es waren schlussendlich die knappen Spiele im Verlauf der Spielzeit, die uns den Klassenerhalt gekostet haben. Mit ein wenig mehr Glück und Erfahrung hätten wir am Ende genauso gut auf einem höheren Platz landen können“, so Coach Liebke nach der Partie. Auch sein scheidender Co Michael Deininger äußerte sich: „Dass wir nun als Tabellenletzter absteigen, spiegelt in keinster Weise unsere Leistungen in diesem Jahr wider. Für die Liga ist es ein Armutszeugnis, dass genau die beiden Teams absteigen, die ausschließlich auf selbst ausgebildete Spieler und den eigenen Nachwuchs setzen.“

Trotz allem sei man froh und stolz, auch in der kommenden Saison auf dieselben Spieler zurückgreifen zu können, um in der Oberliga wieder neu anzugreifen und weiter an Erfahrung zu gewinnen.

Punkte: Aminu (16), Feige (12), Durdel, Wagner (je 8), Krüger (6), Lipp (5), Middeldorf, Kower (je 4), Wittich (2)