Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort 1954 e.V.
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Eine offensiv unglückliche Leistung verhindert, dass die Lintforter mit einem Sieg in ihre zweite Regionalliga-Spielzeit starten. Fünf Minuten machen am Ende den Unterschied.

Es war alles angerichtet. Die frisch renovierte Glückauf-Halle blitzte und glänzte, die neu gegründete Cheerleader-Gruppe der BGL hatte sich herausgeputzt, rund 450 Zuschauer kamen zum Heimspielauftakt in die neue Regionalliga-Saison. Nur der Ball wollte auf Lintforter Seite nicht mitspielen, entschied sich zu oft gegen den Weg durchs Netz. So verloren die Lintforter Basketballer die erste Partie der neuen Saison letztlich mit 47:58(22:24) gegen den Deutzer TV.

Hinterher waren sich auf Seiten der BGL viele einig: Wer zu Hause weniger als 60 Punkte kassiert, muss das Spiel gewinnen. Dass dem am Samstagabend nicht so war, lag aber nicht unbedingt nur an offensiven Schwierigkeiten der Hausherren, sondern vor allem daran, dass sich beide Teams defensiv enorm das Leben schwer machten. So waren es letztlich unkonzentrierte fünf Minuten im Schlussabschnitt, die der BG Lintfort den Erfolg kosteten.

Doch bis dahin war es eine ausgeglichene Begegnung. Der Deutzer TV, Aufsteiger aus der zweiten Regionalliga, zeigte von Anfang an, dass der Klassenerhalt das klare Ziel des Teams aus Köln in dieser Saison sein soll. Ausgeglichen und tief besetzt konnte man der BGL sofort Paroli bieten. Doch auch eine gewisse Nervosität bei den Hausherren sorgte dafür, dass die Zuschauer zu Beginn eine zerfahrene Partie sahen. Beide Mannschaften nutzten freie Würfe nicht, rieben sich in direkten Duellen auf und verloren häufig den Ball. So stand es nach dem ersten Viertel 10:15 für den Gast aus Köln.

Daran schloss sich dann die beste Phase der BG Lintfort an. Mit einem kleinen Lauf konnte man den Gegner erstmals ein wenig dominieren, sich aber nie absetzen. Im Gegenteil: Das Spiel hatte nun gewisse Wellen, immer wieder konnte sich ein Team hervortun, um sich danach wieder einholen zu lassen. Das allerdings, ohne großartig mit erfolgreichen Korbaktionen in Erscheinung zu treten. Es war eine wahre Defensivschlacht, beide Mannschaften gönnten sich keinen Zentimeter, jeder Punkt war hart erkämpft. So ging es mit einem 22:24 aus Sicht der BGL in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel dann dasselbe Bild. Hüben wie drüben kaum Glück oder Effektivität in der Offensive, beide Mannschaften haderten mit einer schwachen Punkteausbeute. Es wurde immer deutlicher: Dieses Spiel gewinnt, wer mehr Konzentration aufbringen kann, Fehler zu vermeiden. Und das war am Samstag der Deutzer TV. Denn nach einem erneut ausgeglichenen dritten Viertel (35:35) nutzten die Kölner die erste kleine Schwächephase der BGL gnadenlos aus. Plötzlich wurde aus einem Unentschieden ein Acht-Punkte-Rückstand bei noch sechs zu spielenden Minuten. Doch der vorherige Verlauf des Spiels hatte gezeigt: Diese Hypothek war an diesem Tag bereits zu groß, dafür war der BGL offensiv zu wenig gelungen.

Entsprechend nüchtern fasste Tobias Liebke die Partie am Ende zusammen: „Wir brauchen uns nichts vormachen, Deutz ist nicht der typische Aufsteiger, der in der Liga erst einmal ankommen muss. Nichtsdestotrotz haben wir genau diesen Erfahrungsvorsprung heute nicht ausgespielt. Wir hatten uns den Auftakt natürlich anders vorgestellt. Aber davon geht die Welt nicht unter, wir müssen weiter dran bleiben und werden unsere Chancen noch bekommen.“

Punkte: Schmak (15), Th. Achtermeier (8), Feige (7), Ebiballari (6), Mellmann (5), Krüger, Ti. Achtermeier (beide 3)


Schwaches Schlussviertel kostet Oberliga-Vertretung den Sieg

Eine Niederlage setzte es auch für die zweite Herrenmannschaft in der Oberliga. Gegen die BG Kaarst-Büttgen unterlag das Team von Coach Marcel Kower, der am Samstag von Tobias Liebke vertreten wurde, mit 62:79. Dabei lieferte die BGL vor allem in der ersten Halbzeit eine schwache Leistung ab, zeigte viele kleine Fehler und ließ sich zu oft den Ball klauen. Entsprechend hatten die Gäste keine Mühe, den Vorsprung zu ihren Gunsten auszubauen. Doch nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren dann wach und konzentriert. So drehte sich auch das Spiel. Schon nach dem dritten Viertel war der Halbzeit-Vorsprung der Gäste egalisiert, die Partie ausgeglichen. Doch ähnlich wie im Regionalliga-Spiel musste auch die zweite Herrenmannschaft nach einer erneuten Schwächephase im Schlussviertel die Niederlage hinnehmen und den Gegner mit zwei Punkten im Gepäck die Heimreise antreten lassen.


Damen lassen gegen Ruhrort nichts anbrennen

Einen Sieg konnten dagegen die Damen in der Bezirksliga feiern. Nach zähem Kampf konnte sich die Truppe von Trainerin Birgit Lötters letztlich mit 46:36(25:20) gegen den VfvB Ruhrort durchsetzen.

Die BGL kam allerdings nur sehr schwer ins Spiel, denn mit der kompakten Zonenverteidigung des Gasts tat man sich zu Beginn sehr schwer. Trotzdem gelang es dem Team um Top-Scorerin Dani Jelic, sich direkt eine Führung zu erarbeiten und diese bis zum Schluss auch nicht mehr herzugeben. Eine stabile Defensivleistung war dann auch die Basis für den Erfolg, denn dadurch hielt man den Gegner ständig auf Distanz. Da in der Offensive auch einige gelungene Würfe von außen hinzu kamen, konnte die eigene Führung nach und nach ausgebaut werden, sodass am Ende der erste Saisonsieg zu Buche stand. Trainerin Lötters forderte allerdings, „in den nächsten Spielen noch mehr Sicherheit in die Abschlüsse zu bekommen.“

Es spielten: Jelic (13), N. Boersma, Schulte-Tickmann (beide 8), Kortwig (6), Hähnel, Krüger (beide 4), Illbruck (2), Fiedler (1), J. Boersma, Tayeboun, van den Berg, Schamberg-Wönnmann