Mit einem eigentlich schon zu deutlichen Sieg ist die erste Herrenmannschaft ins Finale des Niederrhein-Pokals eingezogen. Am Dienstagabend bezwang das Team von Coach Tobias Liebke die zweite Lintforter Herrenmannschaft, trainiert von Marcel Kower, mit 100:55(48:33). Im Endspiel trifft die BGL nun auf den Landesligisten TV Goch.

Die Partie stand unter besonderen Vorzeichen. Denn noch in der vergangenen Woche hatten sich die Spieler beider Teams zum gemeinsamen Tryout getroffen - und mussten nun schon wieder gegeneinander antreten. Komplett waren beide Mannschaften aber bei weitem nicht. Auf Seiten der ersten Herrenmannschaft fehlte mit Lennart Boner, Janosch Feige und Gideon Schwich gleich die komplette große Riege, zudem mussten Max Middeldorf und Paul Krüger verzichten. Auch die Zweitvertretung konnte nicht komplett auflaufen, ging gar nur zu acht an den Start.

Dennoch entwickelte sich von Beginn an eine muntere Partie, in der beide Mannschaften den Fokus klar auf die Offensive ausrichteten. Dementsprechend konnte die zweite Herrenmannschaft in den ersten Minuten auch gut mithalten, bevor der starke Till Achtermeier erstmals für eine deutlichere Führung der Regionalliga-Truppe sorgte. Nach dem ersten Viertel war die BGL 2 aber noch in Schlagdistanz, konnte auch einen weiteren Lauf des Teams von Tobias Liebke kontern und den Rückstand bis zur Halbzeitpause zumindest in aufholbaren Dimensionen halten.

Doch nach dem Seitenwechsel drehte die BGL 1 dann endgültig auf. Immer wieder gelangen einfache Ballgewinne, auch unter den Körben machte sich die Überlegenheit nun bemerkbar. Die Zweitvertretung spielte zwar ansehnlich mit, hatte aber neben jeder Menge Wurfpech auch mit schwindenden Kräften zu kämpfen. Dementsprechend wuchs der Vorsprung des Regionalligisten immer weiter an - wenige Sekunden vor dem Ende sorgte Till Achtermeier dann auch für den dreistelligen Endstand.

Die Coaches Tobias Liebke und Marcel Kower zeigten sich hinterher beide zufrieden mit der Partie. "Das war ein gutes, ehrliches Basketballspiel. Alle haben heute ihre Spielzeit bekommen, auf beiden Seiten. Das Ergebnis ist am Ende eigentlich zu hoch ausgefallen, die Zweitvertretung hat ihre Sache eigentlich ziemlich gut gemacht. Jetzt freuen wir uns auf die gemeinsame Vorbereitung", sagte Herren1-Coach Liebke hinterher.

Herren 2: Malesevic (11), Götzen (10), Karakaya, Durdel (beide 9), Tiggelkamp (7), Nowik (5), Vertlugov (4) und Schlung

Herren 1: Ti. Achtermeier (25), SChmak (22), Wittich (17), Th. Achtermeier, Mellmann (beide 10), Panahie (6), Lipp, Schöter (beide 5)