Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort 1954 e.V.
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Am Samstag steht für das Team von Coach Liebke die Partie beim ProB-Absteiger Citybasket Recklinghausen an. Zwei Spiele trennen die BGL noch vom Klassenerhalt.

Die Abenteuerreise der BG Lintfort durch die Regionalliga West biegt auf ihre Zielgerade ein. Denn am Samstag steht für die Truppe vom Niederrhein das vorletzte Saisonspiel auf dem Programm. Ab 19.30 Uhr misst man sich auswärts mit dem Gastgeber Citybasket Recklinghausen.

Spielfreies Wochenende zum Kraft-Tanken genutzt

Zwei Spiele sind für die Regionalliga-Teams in der dieser Saison noch zu absolvieren. Zwei Partien, die für die BG Lintfort über den Klassenerhalt entscheiden werden. Käme es dazu, hätten die Klosterstädter etwas geschafft, dass ihnen vor der Saison eigentlich niemand zugetraut hatte. Doch noch trennen die BGL zwei Mal vierzig Minuten von ihrem großen Ziel. Zunächst trifft man am Samstag auf den Tabellensiebten Citybasket Recklinghausen, eine Woche später empfängt man zum Saisonfinale die Fünftplatzierten AOK Ballers Ibbenbüren.

Im Ruhrgebiet möchte die Mannschaft von Coach Tobias Liebke noch einmal in fremder Halle zeigen, was sie in den zurückliegenden Monaten dazugelernt hat. Denn schon im Hinspiel konnte man lange mit dem ProB-Absteiger mithalten, musste sich am Ende nur mit acht Punkten geschlagen geben. Ob man die Partie in Recklinghausen am Samstag ebenso eng gestalten wird können, bleibt aber abzuwarten. Denn die Gastgeber haben sich in den vergangenen Wochen in guter Verfassung präsentiert, konnten teils klare Siege einfahren und dabei auch spielerisch überzeugen. So schickte man erst vor zwei Wochen die Reserve der Telekom Baskets Bonn, immerhin der BGL-Konkurrent im Abstiegskampf, mit einer derben Packung wieder nach Hause.

Tobias Liebke ist allerdings optimistisch, dass sich sein Team besser verkaufen kann. „Wir haben erstmals seit Wochen eigentlich wieder in Vollbesetzung trainiert und auch ein wenig vom spielfreien Wochenende profitiert. Alle konnten ihre Reserven noch einmal auffüllen, auch Oskar Mellmann wird wieder mitspielen können.“ Einzig hinter dem Einsatz von Maximilian Middeldorf steht noch ein Fragezeichen, er kämpfte zuletzt mit einer Erkältung. „Bis Samstag dürfte sich sein Zustand aber deutlich gebessert haben“, prophezeit Liebke.

Nachdem sein Team vor zwei Wochen in Dorsten offensiv eigentlich eine gute Leistung zeigte, aber dennoch als Verlierer vom Platz ging, soll nun eine stabile Verteidigung der Schlüssel zu einem soliden Spiel sein. „Wir wollen wieder dichter gestaffelt stehen und müssen näher an die Leute ran als zuletzt“, so Liebke. „Dann lassen wir das Spiel mal auf uns zukommen und schauen, was für uns drin ist.“

In der Tabelle könnte es für die BGL auch mit zwei Niederlagen aus den verbliebenen beiden Spielen für den Klassenerhalt reichen. Denn die Bonner brauchen ihrerseits noch einen Sieg, um die Lintforter vom rettenden zwölften Platz zu verdrängen. Am Samstag geht es für die Telekom-Reserve zum Tabellenführer Münster, der selber jeden Punkt im Aufstiegsrennen braucht. Und am letzten Spieltag empfängt Bonn die Giants Düsseldorf. „Wir schauen aber nur auf uns, es interessiert erst einmal nicht, was der Gegner macht. Wir haben alles noch selber in der Hand – das ist alles, was wir wollten. Und mehr, als wir vor der Saison alle dachten“, sagt Liebke.


Dritte feiert siebten Sieg in Folge und holt sich Platz fünf

Mit nur acht fitten Spielern reiste die dritte Herrenmannschaft am vergangenen Wochenende zur SG Langenfeld. Mit Marius Woennmann, Jörn Biedermann, Kevin Illner, Henning Tchurz und Pierre Bülk fehlten ein paar Leute. Doch die Ausgangslage war klar: Mit einem Sieg konnte man sich am Konkurrenten auf den fünften Platz vorbei schieben. Und das gelang - die Mannschaft von Michael Schmak gewann mit 68:60.

Wie in den vergangenen Wochen gelang der "Dritten" ein guter Start gegen die Zonenverteidigung der Gastgeber. Gute Ballbewegung und flexible Laufwege brachten viele freie Würfe aus der Mitteldistanz. Schnell führte die BGL mit 12:4. Doch wie so häufig konnte man in den Folgeminuten nicht mehr auf so hohem Niveau agieren, sodass es mit 14:11 ins zweite Viertel ging. In diesem blieb das Spiel blieb recht ausgeglichen, doch behielt die BGL zu jedem Zeitpunkt die Oberhand. Zeitweise belohnte man sich aber nicht für gute Aktionen und vergab selbst einfachste Korbleger ohne Bedrängnis. Doch dafür zeigte sich Edin Ramic von der Dreierlinie treffsicher, verwandelte zwei Würfe von Downtown in Folge und sorgte man für einen kleinen Halbzeit-Vorsprung.

Nach dem Seitenwechsel agierte die BGL offensiv dann auch gegen eine Manndeckung besser. Sobald man den Ball laufen ließ und als Team agierte, erarbeitete man sich permanent freie Würfe, die besonders Christopher Hussmann hochprozentig verwandelte. So wuchs der Vorsprung vor dem Schlussabschnitt auf 46:38 an. Auch in den letzten zehn Minuten hatte die BGL das Spiel eigentlich im Griff. Langenfeld agierte teils ideenlos, traf dann aber einige Würfe, da die "Dritte" nicht energisch genug verteidigte.

Vier Minuten vor Schluss konnten die Gastgeber daher erstmals wieder ausgleichen. Dann wachte die BGL aber wieder auf. Firas Haffmann traf nach gutem Teamspiel einen freien und wichtigen Dreier aus der Ecke. Dennoch blieb es eng. Mit einem 61:60 geht es in die Schlussminute. Und plötzlich brach die Verteidigung der Hausherren ein. Marvin Merzbach steht nach einem Cut völlig frei unter dem Korb und lässt sich die Chance nicht entgehen. In der folgenden Defensivsequenz kann man sich den Rebound sichern, Firas Haffmann entwischt und kann einen freien Korbleger verwandeln. Den Schlusspunkt setzte dann noch Nedim Ramic mit einem Buzzer Beater von der Mittellinie.

"Wir haben heute einen guten Job gemacht und wieder einen kühlen Kopf bewahrt, als das Spiel auf der Kippe stand. Christopher Hussmann war heute aus der Mitteldistanz nicht zu bremsen und hat nicht nur viel gepunktet, sondern dabei eine gute Quote gehabt. Insgesamt konnten wir die dünne Personaldecke unter den Körben gut kompensieren, weil alle die Drecksarbeit erledigen wollten und dies auch getan haben", sagte Michael Schmak im Anschluss an die Partie.

Punkte: Hussmann (29), Gottlob (9), E. Ramic (8), N. Ramic, Merzbach (beide 8), Haffmann (5), Vernaez (1), Svejcar (0)